Es ist großartig, zusammen mit Freunden an anspruchsvollen Projekten arbeiten zu können und die gemeinsamen Erfolge zu feiern. MarcAurelConsult ermöglicht genau das.
Thomas Ihrig - Marketing
Es ist großartig, zusammen mit Freunden an anspruchsvollen Projekten arbeiten zu können und die gemeinsamen Erfolge zu feiern. MarcAurelConsult ermöglicht genau das.
Thomas Ihrig - Marketing
Im letzten Jahr ist die Zahl der Existenzgründungen, laut dem IfM, auf 417.600 gestiegen und der Trend tendiert dazu, dass diese in Zukunft zunehmen werden. Doch was muss ich bei der Wahl der Rechtsform beachten? Soll ich eine GmbH gründen oder doch lieber eine GbR?
Da viele zukünftige Unternehmer mit dieser Frage konfrontiert werden, haben wir ein Interview mit Hanjo Hamann geführt, welcher sich im Ressort Finanz & Recht mit der Frage der Wahl der Rechtsformen intensiv beschäftigt hat.
F: Hallo Hanjo, danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Warum hast du das Thema Rechtsformwahl behandelt?
A: MarcAurelConsult berät in einer Liga, in der viele innovative junge Mittelstandsunternehmen tätig sind. Ein Standbein des Vereins ist daher die Betreuung von Gründungen und sogennanten Start-Ups. Daher müssen wir stets alle Themen im Auge haben, die für solche Gründungen interessant und relevant sind. Um den Wissenstransfer zu erleichtern, erarbeitet unser Ressort derzeit eine umfassende Dokumentation darüber. Mein Projekt war nur eines der Module - dasjenige, das ich dank meiner gesellschaftsrechtlichen Ausrichtung am fundiertesten bearbeiten konnte.
F: Welche Dinge sollte ein Gründer bei der Wahl der Rechtsform beachten?
A: Vor allem müssen Gründer beachten, dass die Rechtsformwahl als Strukturentscheidung die gesamte spätere Geschäftstätigkeit prägt. Sie sollte deshalb möglichst mit ausreichend Vorlaufzeit und Sorgfalt angegangen werden...
F: ... und wie sieht diese Sorgfalt aus?
A: Nun, Gründer müssen sich über eine Struktur klarwerden, die die Kapitalverhältnisse, Informationsflüsse und Kontrollrechte bestmöglich ordnet. Entscheidungsfaktoren sind dabei insbesondere das Gesellschafts- und Steuerrecht, aber auch das Erbrecht und andere Rechtsgebiete spielen eine Rolle. Der Schlüssel jeder rechtlichen Gestaltung ist stets das wirtschaftliche Ziel. Das heißt: Jede Gründung ist anders, es gibt keine Patentrezepte. Deshalb liegt das Augenmerk meiner Arbeit auf den Entscheidungsprozessen, die eine Gründung bei der Rechtsformwahl durchlaufen sollte.
F: Um mal konkret zu werden, wann sollte man zum Beispiel zur Kapital- anstatt zur Personengesellschaft greifen?
A: Kapital- und Personengesellschaft tragen ihren wesentlichen Unterschied schon im Namen: Die eine dient dazu, Investitionsmittel für kapitalintensive Projekte zu sammeln, die andere dient der Zusammenarbeit von Personen. Entsprechend können Kapitalgesellschaften sehr viel anonymer ausgestaltet werden, und die persönliche Haftung ist stets ausgeschlossen - allerdings nur um den Preis einer Anfangsinvestition. Die benötigen Personengesellschaften normalerweise nicht, dafür sind sie viel stärker vom Bestand der einzelnen Gesellschafter abhängig. Dazwischen gibt es freilich zahlreiche Mischformen oder Querschnittstypen. Bei der Wahl einer Rechtsform sind also die verschiedenen Kriterien zu gewichten, und zwar - wie gesagt - abhängig davon, welches Ziel das Unternehmen verfolgt.
F: Wie viel Zeit und Geld muss man für eine Unternehmensgründung etwa mitbringen?
A: Das kommt ganz auf die Gesellschaftsform an. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts etwa ist in einer Minute gegründet, indem sich drei Leute auf einen gemeinsamen Zweck einigen, zu dem jeder etwas beisteuert. Kapitalgesellschaften müssen dagegen beim Notar gegründet werden und benötigen - mit Ausnahme der neu eingeführten UG - eine hohe Anfangsinvestition. Pauschale Aussagen über den Zeit- und Kostenaufwand sind daher gar nicht möglich.
F: Du erwähntest die UG. Ist sie eine Alternative zu den bestehenden Gesellschaftsformen?
A: Sicher ist sie das, sonst gäbe es sie nicht. UG heißt Unternehmergesellschaft, und für diesen Personenkreis wurde sie eingeführt: Unternehmer, die partnerschaftlich agieren wollen, aber Wert auf eine Haftungsbeschränkung legen, ohne gleich viel Geld investieren zu müssen. Die wichen in den letzten Jahren gern mal auf englische Gesellschaftsformen aus, weil sie leichter und billiger zu gründen waren. Dagegen wollte der Gesetzgeber eine deutsche Alternative setzen. Ihr Nachteil ist, dass sie immer mit dem Rechtsformzusatz "UG (haftungsbeschränkt)" auftreten muss. Und jedes Jahr muss ein Teil der Gewinne zurückgelegt werden, um so das Haftungskapital anzusparen, das eine GmbH oder AG von Anfang an hat.
F: Wo kann ich weitere Informationen zum Thema Rechtsformwahl erhalten?
A: Es gibt zahlreiche Gründerberatungen, etwa der Handelskammern, aber inzwischen auch vieler Universitäten. Daneben gibt es Internetangebote von wechselnder Qualität, bei denen man aber stets auf Aktualität achten sollte, denn Rechtsmaterien ändern sich schnell. Eine gute Anlaufstelle ist das Existenzgründerportal des Wirtschaftsministeriums unter www.existenzgruender.de. Wenn es dann ernst wird, sollte man auf jeden Fall einen Berater und/oder Rechtsbeistand ins Boot holen.
Wenn Sie mehr zum Thema der Rechtsformwahl bei Existenzgründungen erfahren wollen, können Sie Hanjo Hamann unter hhamann@marcaurelconsult.de kontaktieren.
Welche Bedeutung kontinuierliche Veränderungsprozesse und der Stellenwert von Mitarbeitern in Unternehmen hat, zeigte am 11. Juni 2010 der Kaizen-Workshop in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Unternehmensberater Herrn Kühne.
Zunächst stellte Herr Kühne einzelne Elemente der Kaizen-Arbeitsphilosophie vor, mit der sehr unterschiedliche Konzepte, wie z.B. Poka Joke, 5S, Heijunka, KPI, Kanban verbunden sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass der Mitarbeiter mit seinen Erfahrungen im Mittelpunkt des Unternehmens steht. Nur mit ihm zusammen können kontinuierliche Verbesserungen gefunden und nachhaltig umgesetzt werden.
Herr Kühne berichtete sehr praxisnah von seinen internationalen Projekten aus der Automobilindustrie, die ihn sowohl nach Asien als auch in die USA und Europa führten. Besonders bemerkenswert stellte er die Mentalitätsunterschiede im Umgang mit der Interpretation von Einsparungen durch Ideen der Mitarbeiter im Rahmen der Kaizen-Philosophie dar. Dabei machte er die Erfahrung, dass vor allem in Deutschland die eingesparten Zeiteinheiten durch Verbesserungsmaßnahmen auf Mitarbeiterseite zu stark als Argument zum Personalabbau genutzt und weniger als Anreiz des Managements zur weiteren Unternehmensentwicklung gesehen werden. Das eigentliche Ziel eines Ausbaus kreativer Geschäftsideen und der damit verbundenen Umsatzsteigerung würde seiner Meinung nach zu oft vernachlässigt. Langfristig und kontinuierlich lassen sich Veränderungen jedoch nur mit dem Vertrauen der Mitarbeiter realisieren. Dafür sind Mut und Weitsicht, Respekt und Fairness sowie ein offener und sachlicher Umgang aller beteiligten Parteien notwendig.
Besonders anschaulich stellte sich im zweiten Teil des Workshops das Unternehmensplanspiel für das Verständnis des theoretischen Teils dar. Hierbei wurden die Teilnehmer in verschiedene Teams eingeteilt entsprechend den Abteilungen eines produzierenden Unternehmens (Kommissionierung, Produktion und Logistik). Zu eigensinniges Handeln der „Mitarbeiter“ in den ersten Produktionszyklen führte schnell zu Problemen anderer Abteilungen, da der Unternehmenserfolg aus Sicht des Kunden in Gefahr war und angekündigte Ziele in Form von Auftragszusagen nicht eingehalten werden konnten. Erst in weiteren Runden erkannten die Mitarbeiter selbst, dass es auf eine abteilungsübergreifende Kooperation ankommt, um das Gesamtziel zu erreichen. Die Teilnehmer gewannen dabei auch Einblicke in die Unternehmensorganisation und die Prozessgestaltung, auf die sie selbstständig Einfluss nehmen durften. So konnte gegen Ende des Workshops das vorgegebene Zeitintervall des Auftrags durch konzentriertes Arbeiten eingehalten und sogar noch reduziert werden.
Insgesamt war der Workshop eine gelungene und vor allem praxisnahe Demonstration der Gestaltung von Veränderungen in Unternehmen. Der globale Prozess und die internationalen Herausforderungen „zwingen“ Unternehmen geradezu, das Wissen und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter langfristig zu integrieren. Gleichzeitig ist die Selbsterfahrung der Mitarbeiter durch die Reflexion ihrer Verhaltensweisen ein ganz wesentliches Element im Prozess der Akzeptanz und Anerkennung der gefundenen Lösungen. Grundlage jeder langfristigen Kooperation ist jedoch das Vertrauen zwischen den Mitarbeitern und der Unternehmensleitung, das sich im Alltag immer wieder gegenüber den Herausforderungen allzu pragmatischer Lösungen bewähren muss.
Autor: Tilmann Drebes
Email: tdrebes@marcaurelconsult.de